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Kurzarbeitergeld im Schnellverfahren

Die Bundesregierung beschließt stark erweiterte Möglichkeiten für Kurzarbeitergeld wegen der Corona-Epidemie im Schnellverfahren. Das entsprechende Gesetz soll bereits an diesem Dienstag vom Bundeskabinett im Umlaufverfahren auf den Weg gebracht werden, wie eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums in Berlin sagte. Damit soll sichergestellt werden, dass eine dreitägige Anhörungsfrist eingehalten werden kann. Schon am Freitag soll das Gesetz parallel in Bundestag und Bundesrat eingebracht werden.

Von Anfang April an sollen Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld gelten. Genauer Zeitunkt steht noch nicht fest da die Verordnung erst durch den Bundesrat muss.. Die Koalitionsspitzen hatten den Schritt am frühen Montagmorgen im Grundsatz beschlossen. Unternehmen, die in eine angespannte Lage geraten, sollen ihre Stammbelegschaften halten können. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgebern sollen auch die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. In dem Rahmen ab Anfang April wird auch die Zeitarbeit mit berücksichtigt. Liuidi

Informationen über Kurzarbeitergeld gibt Ihnen wie bisher Ihre Arbeitsagentur vor Ort oder können Sie auch hier bei der Arbeitsagentur einsehen. Bisherige Regelungen zu Kurzarbeit bleiben auch weiterhin bestehen.


fachkräfteeinwanderung

Die Einstellung von Pflegekräften aus dem Ausland soll einfacher werden.

Die Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe mit Sitz in Saarbrücken will sich um Visaanträge, Anerkennung von Berufserlaubnissen, Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse kümmern und so dafür sorgen, dass Fachkräfte binnen sechs Monaten nach Deutschland kommen können.

Derzeit dauert der Prozess nach Angaben des Gesundheitsministeriums teils mehr als zwei Jahre. Über die Visaanträge würden zwar immer noch die deutschen Auslandsvertretungen entscheiden, die Agentur könne aber etwa dafür sorgen, dass die Anträge vollständig seien, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei der Vorstellung der Agentur.

Je nach Schätzung gebe es derzeit im Pflegebereich 50.000 bis 100.000 offene Stellen, betonte Spahn. „Wir werden eben auch Fachkräfte aus dem Ausland brauchen““, sagte er. „Und der Pflegebedarf wird weiter stark steigen.“

Das Saarland hat die Agentur bereits Anfang Oktober gegründet. Der Bund trägt mit 4,7 Millionen Euro binnen vier Jahren einen Großteil der Kosten. Krankenhäuser, Pflegeheime oder Personalagenturen deutschlandweit können sich an die Defa wenden. Pro Pflegekraft wird eine Bearbeitungsgebühr von 350 Euro fällig. Derzeit liegen laut Ministerium rund 4200 Anträge bei der Agentur. Die ersten von ihr unterstützten Pflegekräften sollen im zweiten Quartal des kommenden Jahres in Deutschland eintreffen.

Zum Auftakt unterstützt die Defa mit ihren 15 bis 20 Mitarbeitern vorerst die Anwerbung von Fachkräften nur aus Mexiko und den Philippinen. Die Ausbildung dort seit gut, sagte Spahn. Nach der Pilotphase könne der Kreis womöglich erweitert werden.

„Wir machen das nur mit Ländern, die eine besonders junge Gesellschaft haben, die auch über den eigenen Bedarf ausbilden“, sagte der Ministerpräsident des Saarlands, Tobias Hans (CDU). Spahn betonte: „Wir wollen nicht anderen Ländern die Pflegekräfte klauen, in Anführungszeichen.“

Die Agentur will sowohl Einrichtungen unterstützen, die bereits konkrete Bewerber im Blick haben. Andererseits soll sie auf Wunsch auch die Bewerberauswahl übernehmen oder Sprachkurse im Ausland organisieren.

„Schnellere Visaerteilung und die rasche Arbeitserlaubnis wird den Pflegenotstand nicht lindern“, bemängelte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Gerade in der Pflege seien Sprachbarrieren zudem sehr hinderlich. Um den Notstand zu beheben, müssten Politik und Branche ihre „Hausaufgaben“ machen: „Es gilt, bei Bezahlung, Kompetenzen und Arbeitsbedingungen international konkurrenzfähig zu werden. Doch hier hängt Deutschland hinterher.“ ( dpa )

Alle gemeldeten Jobs finden Sie ab Januar auf JOBSinGERMANY.net


Blue Card

Rekordzahl bei Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

In Deutschland werden so viele im Ausland erworbene berufliche Abschlüsse vollständig oder zumindest teilweise anerkannt wie noch nie – vor allem in Gesundheitsberufen. 2018 wuchs die Zahl insgesamt um 20 Prozent auf 36.400, wie das Statistische Bundesamt mitteilte – seit Beginn der Erhebung im Jahr 2012 die höchste Zahl. Am häufigsten wurden Anträge von Personen anerkannt, die ihre Ausbildung in Syrien abgeschlossen hatten. Hier lag die Zahl bei 4800. Dahinter folgen Bosnien und Herzegowina, Serbien und Polen.

Das käme vor allem dem Gesundheitswesen zugute, erklärten die Statistiker: „Die mit großem Abstand häufigsten Anerkennungen waren wie in den Vorjahren in medizinischen Gesundheitsberufen zu verzeichnen.“ Aus dieser Berufsgruppe stammten über 60 Prozent der Anerkennungen – insgesamt 22.300. Allein 10.400 Personen können künftig als Gesundheits- und Krankenpfleger arbeiten, 7200 Anträge dürfen als Ärzte tätig werden. Dahinter folgten Ingenieure, Lehrer und Erzieher.

„Qualifizierte Fachkräfte haben ein großes Interesse an einer Beschäftigung in Deutschland, das zeigen die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamts“, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU). Insgesamt bearbeiteten deutsche Behörden im Jahr 2018 rund 50.500 Anerkennungsverfahren – das waren 15 Prozent mehr bearbeitete Anerkennungsverfahren als 2017.

Im Kampf gegen den drohenden Fachkräftemangel hatte die Bundesregierung 2012 die Anerkennung ausländischer Berufs- und Studienabschlüsse erleichtert: Seither haben Ausländer einen Rechtsanspruch auf Prüfung ihrer Qualifikation. Demnach dürfen Nicht-EU-Ausländer künftig einwandern, sofern sie ein Jobangebot haben und die deutsche Sprache sprechen.

Experten und Gewerkschaften äußerten sich skeptisch, ob durch die Maßnahmen künftig genug Fachkräfte nach Deutschland kommen und unterstützen seither das Fachfräfteportal wwww.Jobs-in-Germany.net bei der Suche und Recruitierung ausländischer Fachkräfte. Anfang Juni hat der Bundestag außerdem ein Gesetz zur Einwanderung von Fachkräften beschlossen.
Quelle: faq/Reuters/dpa

Aktuell – Fachkräfteeinwanderungsgesetz !!!

Lange wurde darüber diskutiert, jetzt hat der Bundestag das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz beschlossen. Das Gesetz soll voraussichtlich zum 01.01.2020 in Kraft treten und vor allem qualifizierten Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Staaten den Weg nach Deutschland ermöglichen.

Das Gesetz kann somit helfen, den Fachkräftemangel in Deutschland zu entschärfen, welcher durch die Demografische Entwicklung und Digitalisierung in teilen vorhanden ist oder kommen wird. Vor diesem Hintergrund hat die Koalitionsmehrheit von CDU/CSU und SPD am 07.06.2019 das lange umstrittene Fachkräfteeinwanderungsgesetz beschlossen.

Keine Vorrangprüfung und Positivliste mehr!

Das neue Gesetz senkt die Hürden für beruflich qualifizierte Fachkräfte und gleicht diese weitgehend an die bisher schon offeneren Zugangswege für Akademiker (Blue Card) an. So wird die sogenannte Vorrangprüfung ausgesetzt. Denn bisher musste im Einzelfall geklärt werden, ob für die fragliche Arbeit nicht doch ein Inländer zu finden sei. Ausnahmen für Nicht Akademiker galten bisher nur für eine Liste von Mangelberufen. Nun ist es möglich, dass eine ausländische Fachkräfte mit einem anerkannten Berufsabschluss und Deutschkenntnissen in Deutschland arbeiten und leben kann. Diese Grundvoraussetzungen schließen somit eine unkontrollierte Zuwanderung bzw. einen Sozialtransfer aus.

In der Gesetzgebung wurde nun eine Einschränkung für ältere Fachkräfte zum eigentlichen Regierungsentwurf ergänzt. Demnach gilt, wer älter als 45 Jahre ist, muss mit dem Arbeitsvertrag nicht nur einen Lohn in üblicher Höhe bekommen – es müssen monatlich mindestens 3685 Euro brutto sein. Dies soll verhindern, dass ausländische Fachkräfte am Ende wegen zu kurzer Renten-Beitragszeiten in die Altersgrundsicherung rutschen.

Für die einen realistisch – die anderen ein zu kurzer Sprung

Die Regierung erwartet, dass nun im Ergebnis jährlich etwa 25.000 zusätzliche Fachkräfte einen Einwanderungsantrag stellen. Zuletzt waren jährlich rund 25.000 hochqualifizierte Einwanderer mit Hilfe der sogenannten Blue Card nach Deutschland gekommen. Über alle Qualifikationsniveaus und Beschäftigungsbereiche hinweg waren es jeweils rund 60.000. Um die Ziele zu erreichen, kommt es nun zum einen darauf an, dass die Auslandsbüros der deutschen Wirtschaft das Anwerben qualifizierter Arbeitskräfte und die Prüfung ihrer Qualifikationen erleichtern und somit unterstützen. Die Länder sind dazu aufgerufen, durch Einrichtung zentraler Behördenstrukturen einen straffen und transparenten Ablauf der Antragsverfahren zu ermöglichen.

Wirtschaftsvertreter bewerten die Reform im Grundton positiv, kritisierten jedoch die Hürden als zu hoch, so dass nicht von einer großen Anzahl von Zuwanderern auszugehen ist. Die Wirtschaft benötigt, laut eigener Auskunft, ca. 240.000 bis 400.000 qualifizierte Zuwanderer pro Jahr. (Quelle Mangelberufe.de)

Derzeit können Akademiker sowie Fachkräfte und Facharbeiter aus Mangelberufen mit der Blue Card EU nach Deutschland kommen und mit dieser Arbeitserlaubnis arbeiten und leben. Unser Portal Jobs-in-Germany.net ist auf die Anwerbung von Fachkräften aus dem In & Ausland ausgerichtet. Daher begrüßen wir das nun schnelle Voranschreiten zur Umsetzung eines Fachkräfteeinwanderunsggesetz.